Audi A6 e-tron concept: E-Volution mit klassischen Linien

Auf der Automesse Auto Shanghai 2021 debütiert der Audi A6 e-tron concept als Vorläufer von neuen Fahrzeugen mit reinem Elektroantrieb. Sascha Heyde ist der Designer des Showcars, das die Audi-Formensprache konsequent weiterentwickelt.

Lesezeit: 4 min

Auf der Auto Shanghai, die seit dem 19. April ihre Pforten geöffnet hat, begrüßt der Audi A6 e-tron concept die Besucher_innen in chinesischer Sprache. Je drei kleine hochauflösende LED-Projektoren an den Seiten der Karosserie projizieren die chinesischen Schriftzeichen und machen den Boden rund um das Showcar mit E-Antrieb zur Bühne. Sascha Heyde ist einer der Designer des Showcars, das gespannt macht auf die zukünftige Großserie.

Herr Heyde, welchen tieferen Sinn haben Projektionen zur Begrüßung der Insass_innen?
Für Audi ist die Kombination aus Sicherheitsfunktionen und ästhetischem Design besonders bedeutend. Deswegen erzeugen die kleinen und hochauflösenden Projektoren auch Warnsymbole auf die Straße – zum Beispiel, um Fahrradfahrende vor dem Öffnen der Fahrzeugtür zu warnen. Weitere vier LED-Projektoren, die wir unauffällig in die Fahrzeugecken integriert haben, erzeugen Blinkerprojektionen auf die Fahrbahn.

Das hilft vor allem den anderen Verkehrsteilnehmer_innen. Was ist mit Ideen für die Menschen im Auto?
Auch die profitieren. So funktionieren die extrem schmal gestalteten digitalen Matrix LED-Scheinwerfer wie Projektoren. Wenn der Audi A6 e-tron concept zum Beispiel während einer Ladepause vor einer Wand parkt, können sich Fahrer_innen und Passagiere die Zeit mit einem darauf projizierten Videospiel vertreiben. Das Spiel für das Showcar haben wir eigens bei Audi entwickelt. Ich habe es ausprobiert – es macht richtig Spaß.

Für Audi ist die Kombination von Sicherheitsfunktionen und ästhetischem Design besonders bedeutend.

Das Elektroauto Audi A6 e-tron concept steht auf der Premium Plattform Electric, kurz PPE. Gibt Ihnen die PPE-Architektur als Autodesigner mehr Freiheiten, oder engt Sie die neue Technologie eher ein?
Die erste große Herausforderung war, den großen Akku so unterzubringen, um auf dieser Basis ein elegantes und sportives Auto gestalten zu können. In diesem Entwicklungsschritt hatte ich sogar mehr Spielraum als sonst. Dank der Variabilität der Plattform kann ich mit Radständen spielen und entsprechend kürzere oder längere Hecküberhänge gestalten. Wir können so unterschiedlichste Fahrzeugkonzepte darauf umsetzen, sprich Hochboden-Automobile wie SUVs und CUVs, aber eben auch Fahrzeuge mit flacher Architektur wie der Audi A6 e-tron concept aufbauen, ohne in die Basisarchitektur eingreifen zu müssen. Beim Audi A6 e-tron concept konnten wir mit einem langen Radstand planen. So haben wir sehr viel Raum zwischen den Achsen geschaffen, den wir dann für die Platzierung des Akkus nutzen konnten. Wir bauen mit dem Akku also in die Breite und Länge, nicht in die Höhe. Das erlaubt wiederum eine flache Silhouette. Und genau die wollten wir auch haben.

 

Das bedeutet, dass sich Audi-Kund_innen nicht von der klassischen Karosserieform einer Limousine oder eines Sportback verabschieden müssen?
Das heißt, dass es uns gerade bei den Fahrzeugen mit E-Motor besonders wichtig ist, unter anderem auch die klassischen Proportionen beibehalten zu können. Wir möchten hochemotionale und hocheffiziente Automobile mit schönen Linien bauen, die aber nicht zwangsweise anders aussehen müssen. Gerade im C-Segment wollen wir schon noch die klassischen, eleganten Audi-Proportionen umsetzen. Der Audi A6 e-tron concept repräsentiert daher eher den sanften Übergang, in dem auch traditionelle Linien und Proportionen von Audi ihren Platz haben.

Welche Rolle spielt die Aerodynamik beim Audi A6 e-tron concept?
Schon der erste Blick offenbart: Sportliche Proportionen und elegante Linien signalisieren mit dem Marken-typischen Coupé-Heck die Entstehung im Windkanal. Der cW-Wert von nur 0,22 ist im elektrisch angetriebenen C-Segment eine echte Hausnummer. Ein niedriger Luftwiderstand – das bedeutet zunächst geringeren Energieverbrauch und damit eine Verbesserung der Reichweite. Zugleich resultiert aus dem Feinschliff im Windkanal erneut ein bis ins kleinste Detail organisches Design mit einem Höchstmaß an Eleganz und Harmonie. Mit Blick auf die Front gibt sich der Audi A6 e-tron concept sofort als rein elektrisch angetriebener Vertreter der Marke zu erkennen. Typisch dafür ist der großflächige, verschlossene – wir Designer sagen: invertierte – Singleframe. Genauso unübersehbar ist der Einfluss des Windkanals auf die Heckpartie. Als aerodynamisch funktionale Abrisskante ist der obere Abschluss ausgeformt. Und im unteren Bereich findet sich der in den Spoiler-Bereich integrierte großformatige Luftauslass des Heckdiffusors.

 

Inwiefern ist denn die Linienführung des Audi A6 e-tron concept eine konsequente Weiterentwicklung der aktuellen Audi-Formensprache?
Was die Formensprache der Audi Modelle angeht steht das e-tron-Konzept generell für den nächsten evolutionären Schritt. Das Konzept zeigt, wie sich bei Audi Form und Funktion zu einer möglichst perfekten Synthese verbinden. Besonders in der Seitenansicht wirkt der Audi A6 e-tron concept monolithisch, wie aus einem Guss. Wir verzichten auf harte Kanten und sorgen damit im Karosseriekörper für sanfte Übergänge. Die markanten quattro-Radhäuser betonen – noch deutlicher als bei den Verbrennern – die Breite der Karosserie und sind zugleich organisch in die seitlichen Flächen integriert. Extrem progressiv ist das Layout der LED-Scheinwerfer. Das sind die flachsten Scheinwerfer, die wir jemals bei Audi umgesetzt haben. Digitale Matrix-LED und die digitale OLED-Technik machen es möglich, auch mit minimaler Fläche ein Maximum an Helligkeit und Funktionsvielfalt zu erreichen, und gleichzeitlich personalisierbare Lichtsignaturen anzubieten.

Gerade bei den Fahrzeugen mit E-Motor ist es besonders wichtig, dass wir unter anderem auch klassische Proportionen beibehalten können.

Was ist am A6 e-tron concept markentypisch?
Da ist natürlich der Singleframe als Erkennungszeichen zu nennen. Hinzu kommen die sehr flachen Scheinwerfer und die neue Generation von digitalen OLED-Elementen, die dank dreidimensionaler Architektur im durchgehenden Leuchtenband am Heck wie ein Display fungieren. Erhalten bleiben die klassische Sportback-Silhouette und nicht zu vergessen die markanten quattro-Radhäuser. Kurz gesagt: Das ist eine E-Volution mit klassischen Linien.

 

Wie viel Prozent des Concept Cars fließen anschließend in die Serienproduktion mit ein?
Mit diesem Showcar sind wir schon sehr nahe an der Serie.

 

Wie nah?
Ich würde sagen – zu 95 Prozent. Die Grundproportionen, die Rad-Reifen-Dimension mit dem 22-Zoll-Rad, die Abmessungen und die Silhouette werden so auch im Serienfahrzeug zu finden sein, das 2023 das Licht der automobilen Welt erblickt.

Zur Person:

Sascha Heyde arbeitet seit 2011 im Design-Team von Audi. Er designte unter anderem den Audi Q8. Der 44-Jährige studierte Industriedesign an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig und machte seinen Traum zum Beruf.

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