So reduziert Audi den Wasserverbrauch in der Produktion

Wasser gehört weltweit zu den wichtigsten Ressourcen. Durch den steigenden Bedarf für die Produktion von Nahrungsmitteln und anderen Gütern steigt der Verbrauch jedoch kontinuierlich an. In der Folge wird die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser immer kritischer. Als Corporate Citizen hat Audi diese Herausforderung erkannt und übernimmt in seinem Umweltprogramm Mission:Zero neben vielen anderen Zielen auch Verantwortung für den nachhaltigen Umgang mit Wasser in der Produktion.

Lesezeit: 4 min

„Der effiziente Umgang mit der Ressource Wasser ist auch in der Automobilbranche von großer Bedeutung. Der Audi Konzern hat dies erkannt und wird seinen Beitrag zur Sicherung einer langfristig nachhaltigen Wassernutzung leisten.“

Gerd Walker, Mitglied des Vorstands der AUDI AG Produktion und Logistik

Mission:Zero – auf dem Weg zur konsequent nachhaltigen Produktion

Das Audi Umweltprogramm Mission:Zero beinhaltet unter anderem das Ziel, bis zum Jahr 2025 an allen Audi Produktionsstandorten bilanziell CO₂-neutral 1 zu produzieren. Doch das Engagement geht weit über dieses Ziel hinaus. Der Fokus ist für eine effiziente Strukturierung in die vier Handlungsfelder Dekarbonisierung, Ressourceneffizienz, Biodiversität und Wassernutzung aufgeteilt. Auch im Bereich Wasser hat Audi bereits deutliche Erfolge erzielt.

„Bis zum Jahr 2035 wollen wir unseren Wasserverbrauch massiv senken. Im Umweltprogramm Mission:Zero ist der nachhaltige Umgang mit Wasser ein zentrales Ziel. Um dieses zu erreichen, setzen wir an vier wesentlichen Hebeln an.“

Daniel König, Leiter des Mission:Zero Handlungsfelds „Wassernutzung“

Hebel 1: Prozessoptimierung

Hebel 1: Prozessoptimierung

Wasser, das nicht benötigt wird, muss gar nicht erst bezogen werden. Deswegen ist es wassertechnisch das primäre Ziel von Audi, den Wasserverbrauch in allen Produktionsprozessen zu optimieren.


So werden am Produktionsstandort Neckarsulm beispielsweise die neuen Decklacklinien in den nächsten Jahren mit einer trockenen Abscheidung des Lackoversprays ausgerüstet und auf einen Umluftbetrieb umgestellt. Bisher erfolgt die Abscheidung über eine Auswaschung und große Luftmengen mussten befeuchtet werden. Da der Lackierprozess der größte Wasserverbraucher bei der Automobilproduktion ist, ist dieser Bereich einer der wichtigsten Hebel zur Reduzierung des Wasserverbrauchs. Die AUDI AG will hierdurch in Neckarsulm zukünftig ca. 300 Liter je produziertem Fahrzeug einsparen.

Mit dem Wasserkennwert Prioritäten setzen  Die Verfügbarkeit von Wasser ist lokal sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund wird seit 2020 eine wassertechnische Kennzahl zur Bewertung der Dringlichkeit von Maßnahmen im Audi Konzern verwendet. Hierbei werden die unterschiedlichen Standortbedingungen berücksichtigt. So kann Audi genau bestimmen, an welchen Stellen das Wasser besonders kostbar ist und dort priorisiert mit der Umsetzung neuer Maßnahmen starten.
Hebel 2: Wasserkreisläufe ausbauen

Hebel 2: Wasserkreisläufe ausbauen

Erzeugtes Abwasser ist eine sehr gute Quelle zur Gewinnung von neuem Betriebswasser. Am Standort Ingolstadt wird dies am angedachten Projekt zur Verwendung von Hydrospülabwässern zu sehen sein. Hydrospülmittel werden in der Lackiererei zur Reinigung der Applikationen bei Farbwechseln verwendet. Ein Vermischen von Farben wird so prozesstechnisch vermieden. Aktuell werden diese Abfälle über externe Dienstleister entsorgt. In Zukunft sollen sie über die mechanisch-biologische Anlage des internen Betriebswasserversorgungszentrums aufbereitet und das behandelte Abwasser dem Betriebswasserkreislauf wieder zugeführt werden. Der Kreislauf ist somit geschlossen.

Geschlossene Kreisläufe dank Aufbereitung  Ein weiteres Beispiel für geschlossene Wasserkreisläufe findet sich in San Jose Chiapa (Mexiko). Im Werk Mexiko wird Brunnenwasser mittels Ultrafiltrations- und Umkehrosmoseanlagen zu Betriebs- und Trinkwasser aufbereitet. Das hierbei anfallende Abwasser wird seit kurzem über Ionentauscher soweit aufbereitet, dass es als Betriebswasser im Werk genutzt werden kann. Audi México spart hierdurch ca. 700 Liter je produziertem Fahrzeug ein.
Hebel 3: Trinkwasserfreie Produktion

Hebel 3: Trinkwasserfreie Produktion

Eine Verwendung von Trinkwasser für die Produktion sollte die Ausnahme sein. An allen Standorten gibt es Initiativen, um den Trinkwassereinsatz in der Produktion zu reduzieren. Ein besonders hervorzuhebendes Projekt gibt es am Standort Brüssel. Durch den Anschluss an die benachbarte kommunale Kläranlage zur Belieferung mit Grauwasser wird der Standort den Trinkwasserverbrauch um etwa 80% im Vergleich zur vorhergehenden Wasserversorgung reduzieren.

Trinkwasserverbrauch senken Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Ressourcen weltweit. Der Verbrauch könnte laut Vereinten Nationen bis 2050 um weitere 55 % steigen. Das Ziel von Audi ist es dagegen, den Verbrauch massiv zu senken.
Hebel 4: Nutzung von Regenwasser

Hebel 4: Nutzung von Regenwasser

Regenwasser ist eine wichtige Ressource für die Umwelt. Fällt es jedoch auf versiegelte Flächen, kann es schnell zu Überschwemmungen führen. Dies kann sich in Zukunft durch den Klimawandel noch massiv verstärken. Aus diesem Grund soll das Wasser primär natürlich versickern und, wenn dies nicht möglich ist, werksintern zurückgehalten und genutzt werden. Hierdurch werden zum einen natürliche Grundwasserspeicher gefüllt und zum anderen externe Wasserquellen geschont. Am Audi Standort Ingolstadt wird bereits seit den 1980er Jahren Regenwasser aus unterirdischen Regenrückhaltebecken aufbereitet und als Betriebswasser zum Beispiel zur Toilettenspülung genutzt.

Rückhaltebecken für die Regenzeit  Auf dem Werksgelände von Audi México in San Jose Chiapa befindet sich ein Wasserreservoir mit einer Kapazität von rund 240.000 Kubikmetern. Es füllt sich hauptsächlich während der rund sechsmonatigen Regenzeit von Mai bis Oktober. Das aufgefangene Wasser wird dann gefiltert im Werk eingesetzt.

Breites Engagement zur Reduktion des Wasserverbrauchs in der Produktion

Egal, ob es um die Vermeidung von Trinkwasser, die Optimierung bestehender Prozesse, die anteilige Nutzung von Regenwasser oder das Schließen von Kreisläufen geht: Durch sein breit aufgestelltes, technologisches Wissen wirkt Audi auftretender Wasserknappheit an den betroffenen Standorten entgegen. So setzt der Konzern sein Umweltprogramm Mission:Zero konsequent um.

„Die Industrie ist einer der Auslöser der menschengemachten Klimaveränderung. Deswegen nimmt sie auch eine Schlüsselposition bei der Lösung des Klimaproblems ein. Wir bei Audi sind in der Lage, die notwendigen Technologien zu entwickeln und einzusetzen.“

Dr. Rüdiger Recknagel, Leiter Umweltschutz bei Audi

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